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Vonovia-Chef Rolf Buch: „Die Ängste der Menschen müssen kleiner, nicht größer werden“

Vonovia-Chef Rolf Buch spricht im Club Wirtschaftspresse München über die Immobilienbranche, die Diskussion um Enteignung und Mietbremsen sowie seine „Licence to operate“.

Rolf Buch, 54, leitet das „größte Wohnungsunternehmen der westlichen Welt“ und hat aus der ehemalige „Deutschen Annington“ seit 2013 ein respektables Dax-Unternehmen gemacht. Dennoch wirkt der ehemalige Bertelsmann-Manager ernüchtert. Politische Vorgaben, wie sie jetzt in Berlin geplant sind (also das Einfrieren von Mieten und eine Modernisierung von Immobilien nur mit Genehmigung), bedeuten für ihn verlorene Zeit. „Es wird keine energetische Sanierung geben, keinen altersgerechten Umbau der Immobilien und keine Quartiersentwicklung“, prognostiziert der Vonovia-Chef. Sein Haus ist in Berlin nicht einmal besonders stark investiert, trotzdem erwartet er am Ende dieses Weges nichts als „Frust“.

Doch auch Buch sucht den politischen Kompromiss: „Wir dürfen die Mietspiegel nicht explodieren lassen. Politische Einflussnahme ist da richtig. Der Preismechanismus beim Thema Wohnen funktioniert nicht vollständig, was gut ist“. Die Selbstverpflichtungen der Branche (Vonovia sichert eine Begrenzung der Mieterhöhung nach Sanierung zu und ein generelle Bleibegarantie für ältere Mieter) sieht Buch als notwendig an, damit die Ängste der Menschen nicht größer, sondern kleiner würden und die Radikalisierung in der Gesellschaft nicht fortschreite: „Es geht um unsere Licence to operate“.

 

Cornelia Knust

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